Sieg im HGW-Bundesnachwuchschampionat für Natalia Stecher

Jannes Göhlfennen, Natalia Stecher, Britt Roth und Michel Brosswitz. (Foto: Lafrentz)

Es geht um Gefühl, um den möglichst perfekten Sitz und um gute Nerven: Zum 17. Mal Braunschweiger LöwenClassics, zum zehnten Mal mit dem HGW-Bundesnachwuchschampionat gefördert durch die Horst-Gebers-Stiftung! Die mit dem meisten Gefühl, den besten Nerven und die, die sich nahezu perfekt auf das Fremdpferd im Finale einstellen konnte, das war Natalia Stecher aus Nordhastedt. „Natalia hat das super gelöst“, kommentierte begeistert Jury-Mitglied Joachim Geilfuß, internationaler Springrichter, ihren Ritt auf Fremdpferd Caboto. „Sie hat immer im richtigen Moment immer richtig reagiert und das mit ganz viel Gefühl.“ Mit ihrem eigenen Pferd Coulyn hatte Natalia bereits gut vorgelegt und die Wertnote 9,1 mit ins Finale gebracht. Auf Fremdpferd Caboto überzeugte sie das Richterteam sogar noch mehr, erhielt die Wertnote 9,7, so dass ihr Endergebnis 18,8 Punkte lautete – uneinholbar für ihre drei Final-Konkurrenten. Natalia Stecher – die Siegerin im HGW-Bundesnachwuchschampionat 2018.

„Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel“, strahlt die 16-jährige Gymnasiastin. „Ich war vor zwei Jahren schon mal hier und habe das Finale knapp verpasst. Mein Ziel war dieses Jahr, ins Finale zu kommen.“ Ziel erreicht und den Sieg obendrauf. Sehr angetan war Natalia auch von Caboto. „Er war unglaublich gut zu reiten, sehr vorsichtig. Ein riesiges Dankeschön, dass es Reiter gibt, die ihre Pferde so gut ausbilden.“ Dieses große Kompliment ging an ihre Konkurrentin Britt Roth, die Reiterin von Caboto. Bei der Siegerehrung stand dann der Namensgeber, der Gründer dieser Serie und der erfolgreichste Springreiter aller Zeiten, Hans Günter Winkler, vor Natalia, um ihr zu gratulieren. „Wenn man so vor dem erfolgreichsten Reiter aller Zeiten steht, das ist ein echt gutes Gefühl“, erklärt Natalia. „Das möchte man nachmachen, das Ziel möchte man verfolgen.“ Platz zwei im HGW-Bundesnachwuchschampionat ging 2018 an Jannes Göhlfennen (Samern).

„Jannes hatte wohl den schwierigsten Pferdetausch“, erklärt Geilfuß. „Aber er hat das sehr gut gelöst, bei den beiden ist es nach der Vorbereitung immer besser gelaufen.“ Jannes war mit einer Wertnote von 9,3 als Führender aus dem Umlauf ins Stechen eingezogen. Hätte sich Jannes nicht einen Springfehler mit dem Fremdpferd geleistet… So wurde er am Ende mit der Wertnotensumme 18,1 Zweiter. Platz drei ging mit 17,5 Punkten an Britt Roth aus Freimersheim, Vierte wurde Michel Brosswitz aus Iserlohn (15,9 P.).

Eins wollte Geilfuß unbedingt betonen: „Nicht nur diese Vier aus dem Finale sind sehr gut geritten, alle 25, die hier an den Start gegangen sind, waren richtig gute Reiter. Eine so hohe Leistungsdichte hatten wir im HGW Bundesnachwuchschampionat noch nie!“

229 U19-Reiter hatten sich in dieser Saison bei sechs Sichtungsturnieren um die 60 Plätze für die beiden Auswahl-Lehrgänge in Warendorf beworben. 25 von diesen 60 erhielten einen Startplatz für das Finale bei den LöwenClassics. Diese 25 mussten sich im Stilspringen der Klasse M beweisen, für die besten Vier ging es ins Finale mit Pferdewechsel.

„Das HGW-Bundesnachwuchschampionat ist ein echtes Highlight des Turniers“, ist Turnierchef Axel Milkau begeistert. „Diese Prüfung zeigt sehr genau, was gute Ausbildung bedeutet.“ Im Vorfeld der Finalprüfung hatten die LöwenClassics Heim- und Bundestrainer zum gemütlichen Get Together geladen. „Ich fand es ganz toll, wie viele gekommen sind“, betont Milkau. „Auch beide Bundestrainer, Otto Becker und Peter Teeuwen, waren da und haben sich mit den anderen Trainern zum Thema Ausbildung ausgetauscht.“